Case · Red Bull Symphonic 2025
Project Snapshot
Die Produktion auf einen Blick
Der Case-Film
Der Auftrag
Mehr als ein Konzertabend
Red Bull Österreich übergab unserer Schwesteragentur für Kultur-Inszenierungen lookin’friday die kreative Gesamtverantwortung für Red Bull Symphonic 2025. MAINFILM kam als Co-Lead an Bord – für Filmproduktion, Multicam-Regie und Postproduktion.
Red Bull Symphonic 2025 sollte mehr werden als ein Konzertabend: eigenständige Musik- und Kulturproduktion, live im Saal, filmisch im VOD, emotional in der Doku, organisch auf Social Media – stark genug für die Award-Saison.
Was, wenn Johann Strauss zurückkommt?
Nicht als Klassiker zum 200. Geburtstag, sondern als Figur, die mitspielt – in einem Sound, den er nicht kennen kann.
Die Herausforderung
Zwei Bühnen. Drei Showtage. Eine Handschrift.
Bei Events arbeiten zwei Teams an derselben Sache, ohne wirklich gemeinsam zu planen. Das Eventteam an Bühne, Technik, Show. Das Contentteam an Film, Social, digitaler Verwertung. Sie konkurrieren strukturell um Budget, Ansprechpartner und Prioritäten – die Auftraggeberstruktur gibt es so vor. Das Ergebnis: Beide Seiten verlieren Wirkung.
Red Bull Symphonic 2025 sollte anders sein. Open Air und Konzerthaus – zwei völlig unterschiedliche Settings, dieselbe Idee. Beim Donauinselfest als 60-minütige Timecode-Show vor 80.000 Menschen. Im Wiener Konzerthaus als 90-minütige Konzertshow an zwei Abenden mit je 1.200 Gästen. Drei Showtage, ein Anspruch: jede kreative Entscheidung muss mehrfach wirken – live im Saal, in der Kamera, im VOD, im Social Clip, im Award-Case.
Donauinselfest · 80.000 Menschen Open Air
Wiener Konzerthaus · zwei Abende à 1.200 Gäste
Die Idee
Strauss zurück. In Gold. Drei Meter hoch.
Klassik durfte nicht zur Kulisse werden. Drum’n’Bass nicht zur Showeinlage zwischen den Streichern. Beide Welten mussten gleich groß bleiben – musikalisch, visuell, dramaturgisch.
Die Antwort war Johann Strauss selbst. Drei Meter hoch, in Gold, im Zentrum der Bühne. Zuerst als 3D-Modell im Teaser. Dann als handgefertigte Skulptur aus Epoxidharz. Auf der Bühne wurde sie zum Ankerpunkt – LED-Wand, Licht und Kamerafahrten arbeiteten alle auf sie zu.
Keine Requisite.
Der rote Faden.
Die Umsetzung
Event und Content – aus einer Hand orchestriert.
Bei Events wird die Bühne von den einen geplant und der Film von den anderen gedreht. Bei Red Bull Symphonic 2025 lief das anders: Zwölf Monate Arbeit, in vier Phasen, eine gemeinsame Logik.
Phase 01
Vorkommunikation
Teaser, Trailer, 3D-Visualisierung. Strauss tauchte im Netz auf, bevor er auf der Bühne stand.
Phase 02
Donauinselfest
60-minütige Open-Air-Timecode-Show vor 80.000 Menschen. Erster Realtest der Bildwelt.
Phase 03
Wiener Konzerthaus
Zwei Abende à 90 Minuten, gedreht als filmische VOD-Produktion im 14-Kamera-Setup – Steadicam, Gimbals, Slider, PTZ. 5–6 Songs mit Musikvideo-Anspruch.
Phase 04
Postproduktion
Case-Film, Doku, VOD-Master, Social Assets, Award-Material.
Jede kreative Entscheidung wurde gegen fünf Kontexte geprüft: live im Saal, in der Kamera, im VOD, im Social Clip und im Award-Case.
Der kritische Moment
Die Musik kam spät.
Camo & Krooked und Christian Kolonovits arbeiteten die Kompositionen bis kurz vor der Show um. Das heißt: Timecode, LED-Wand, Licht, Kameraführung – alles, was am Showabend laufen muss wie ein Uhrwerk – konnten wir erst in den letzten Wochen sauber miteinander verzahnen.
Dazu kam die Strauss-Skulptur. Wie sie real im Licht steht, wie sie vor der LED-Wand wirkt, wie die Kamera sich um sie bewegt – das alles haben wir monatelang im Rechner simuliert. Wie es im Saal tatsächlich wirkt, weiß man trotzdem erst, wenn man dort steht.
Dass am Showabend alles atmete, war keine Improvisation. Es war das Ergebnis von einem Jahr präziser Vorarbeit – inklusive der Stunden in der Simulation.
Das Ergebnis
44 Mio.
Organische Views · 0 € Paid Media
Die Reichweite entstand ausschließlich über Red Bull Owned Channels, die Artist Channels von Camo & Krooked und Christian Kolonovits sowie organische Creator- und Influencer-Verbreitung.
Das ist der entscheidende Unterschied zwischen gekaufter Aufmerksamkeit und kulturell getragener Wirkung.
Klassik-affine Menschen, Drum’n’Bass-Fans und digitales Publikum fanden in derselben Show ihren Zugang. Diese Breite ist die eigentliche kreative Leistung der Inszenierung – und setzte innerhalb des Red Bull Symphonic Kosmos einen neuen Benchmark.
Behind the Scenes











